C64-Magazine, MarkIII und THE64

C64

Magazine, C64 Mark III und „THE64
Mit dem THE64 soll neuer C64-kompatibler Homecomputer im alten Look-and-feel auf den Markt kommen. Ganz frisch zur Gamescom dann noch die Meldung, dass die deutsche Firma individual computers sich die Rechte am Namen Commodore gesichert hat und zum Ende 2017 einen C64-Kompatiblen „C64 MarkIII“ neu auf den Markt bringen will. Inspiriert von diesen Meldungen habe ich mich auf die Suche nach aktuellen Inhalten und Software begeben, die den C-64 am Leben erhalten. Die große Überraschung: Es wird nach wie vor fleißig entwickelt für den Commodore C64, und selbst im Fachzeitschriftenbereich werden Fans fündig.

Alte Liebe rostet nicht …

Einige Verlage und User-Groups sind inzwischen recht rührig in Sachen 8-Bit-Computer. Viele Magazine betrachten das Thema dabei aus der Retrospektive. Dabei wird der Fokus zwar auch auf den C64 gelegt, aber im Grunde genommen geht es eher um die damalige Zeit, Hintergrundberichte zu gelaufenen Entwicklungen und die seinerzeit marktrelevanten Systeme. Das umfaßt dann Spielekonsolen ebenso wie die Atari 8-Bit-Rechner sowie die CBM-Computer und sonstige damals vertretene Homecomputer. Vermutlich die einzige Möglichkeit, eine kritische Masse von Lesern zu gewinnen, wenn man auf traditionelle Vertriebswege angewiesen ist. In diesem Bereich sind mir folgende Magazine aufgefallen:

Heise bringt im Rahmen der Retro Gamer Sonderhefte heraus, die sich dann auf bestimmte Themen konzentrieren. Das C64-Special ist hier sicherlich besonders interessant. Auch wenn es hier punktuell spannende Ausgaben gibt, scheint mir die Gesamtausrichtung bewußt unspezifisch und rückblickend gehalten zu sein. Wenn ich zu einem Thema für „meinen“ Heimcomputer nur zwei oder drei Seiten finde, ist mir so etwas sicher kein Abo wert. Ich persönlich denke, dass Fans der alten 8-Bit-Computer auf Dauer nur mit gebündelten neuen Inhalten zu begeistern sind. Der früher obligatorischen abschreckenden Abtipperei von Listings ist der Schrecken leicht durch Downloads im Internet zu nehmen. Kommen dann noch 50 Seiten über neue Spiele, Spieletipps und vielleicht ein paar Workshops für Programmierer hinzu, bin ich als Abonnent dabei. Doch gibt es heute noch genug Neues für ein über 30 Jahre altes System?

Neues für den C64 bei Reset64

Titelbil Reset64 Ausgabe 9
Die Ausgabe 9 der Reset64. Die zum Heft gehörenden Programme gibt es als .D64-Download.

Anders als beispielsweise für die alten Atari-Computer gibt es im C64-Bereich auch heute noch zahlreiche Neuerscheinen und spannende Entwicklungen. Dabei bringen nicht nur Einzelkämpfer sondern auch professionelle Softwarehäuser wie Protovision oder Psytronik neue Titel heraus. Mit diesen Themen sollten sich eigentlich zumindest quartalsweise ganze Fachzeitschriften füllen lassen. In diese Richtung geht das englischsprachige Magazin Reset64. Auf der Magazin-Webseite stehen sogar sämtliche alten Ausgaben als PDF inklusive der Heft-Diskette im .d64-Format kostenlos zur Verfügung. Die neueste Ausgabe ist gerade im Versand und lässt sich im Retrostore bestellen. Auf der Facebook-Seite zum Magazin kann man zudem direkten Kontakt zur Redaktion und zu Gleichgesinnten aufnehmen.

Strandkind bei Højer in Dänemark

Die kleine Cecilie – benannt nach dem dänischen Horrorthriller – begegnete uns am Strandweg …

Billig-Computer BBC Micro Bit

Eine Million Schulkinder bekommen BBC Micro Bit. Der Einplatinenrechner kommt schon mit diversen Schaltern und Sensoren auf den Markt, und wird vermutlich auch in Deutschland seine Freunde finden. Aktuell sind erste Exemplare bei Ebay für um die 30 Euro zu haben. Für den BBC Micro Bit existieren schon jetzt unterschiedliche Entwicklungssysteme, die sowohl für Anfänger wie Profis etwas bieten. Vorbestellen kann man den Rechner mit unterschiedlicher Ausstattung und Zubehör beispielsweise bei Pimoroni.

Der BBC Micro bietet in der Basisausstattung schon LED-Matrix, Beschleunigungs- und Magnetsensor sowie Bluetooth-Anbindung

Ein Skateboard für einen Euro

Was es nicht alles für einen Euro gibt:
Auf der Suche nach neuem Trainings- und Spielgerät für meine Zwergpaduaner-Artistentruppe hatte ich zuerst an einen Puppenwagen gedacht, mit dem man die verspielten gefiederten Freunde durchs Gehege ziehen kann. Nachdem selbst für gebrauchte Puppenwagen bei EBay Traumpreise von über 30 Euro aufgerufen werden, war der nächste Gedanke, ein gebrauchtes Skateboard  an einer Schnur als mobilen Chicken-Express zu nehmen. Was mag so ein Skateboard kosten? Vielleicht gibt es da Restposten bei Amazon … Ein Mausklick weiter die große Überraschung: Für sage und schreibe 1,26 Euro plus 1,99 Euro Versandkosten gibt es dort ein nagelneues Skateborad. Wahnsinn, da lohnt es sich nicht nach gebrauchten Boards Ausschau zu halten.

wie der fliegende Fische

In der Beschreibung wird das Board mit „super gute toughness“, „Honeycomb rutschfest“ sowie „wie der fliegende Fische, geliebt von jungen Menschen“ beworben. Da kann man ja nicht viel falsch machen … Hoffentlich ist der Preis nicht auch ein Produkt der Kreativübersetzung. Bestellbar ist das Board zu den Konditionen zumindest. Fortsetzung folgt …

UPDATE vom 31.05.2016  Man hat es sich ja fast denken können. Obwohl die Bestellung bei Amazon bestätigt wurde, und der Shopbetreiber sogar schon den Status auf „versendet“ geändert hatte, kam nun die Nachricht in schlechtem Deutsch, dass der Artikel ausverkauft ist. Der entsprechende Link zu dem Produkt ist auch nicht mehr anwählbar. Ich vermute mal, es handelte sich um einen Tippfehler bei dem Preis.